Dreijährige Förderung für neues Projekt "Mathe inklusiv mit PIKAS"

Das unter dem Dach des Deutschen Zentrums für Lehrerbildung Mathematik (DZLM) agierende Kooperationsprojekt PIKAS kann sein erfolgreiches Konzept zum Mathematikunterricht in der Grundschule seit Anfang Mai 2015 auf den Bereich des Gemeinsamen Lernens ausweiten.

Berlin, 07.05.2015. PIKAS wird getragen von der Technischen Universität Dortmund, der Universität Münster, dem Ministerium für Schule und Weiterbildung Nordrhein-Westfalen sowie der Deutsche Telekom Stiftung.

Das Ministerium finanziert nun das neue Projekt "Mathe inklusiv mit PIKAS" für eine Laufzeit von drei Jahren. DZLM-Vorstandsmitglied Prof. Dr. Christoph Selter wird das Projekt zusammen mit Prof. Dr. Marcus Nührenbörger, Prof. Dr. Franz-B. Wember und Dr. Axel Schulz von der TU Dortmund leiten.
 
Projektleiter Christoph Selter sagt: "PIKAS hat schon immer den Umgang mit zunehmender Heterogenität der Schülerinnen und Schüler und das Lernen auf verschiedenen Niveaustufen zum Thema gemacht. Wir freuen uns, dass wir für den wichtigen Bereich des inklusiven Mathematikunterrichts die bisher entwickelten Konzeptionen und Materialien themenspezifisch weiterentwickeln können. "Wir freuen uns, dass wir für den wichtigen Bereich des inklusiven Mathematikunterrichts, vor allem mit zieldifferent unterrichteten Schülerinnen und Schülern, die bisher erarbeiteten Konzeptionen und Materialien themenspezifisch weiterentwickeln können."

Studie belegt: Lehramtsstudierende brauchen eine bessere Vorbereitung

In Deutschland werden noch nicht alle Lehramtsstudierenden hinreichend auf ihre Arbeit in einem inklusiven Schulsystem vorbereitet – das belegte der unter anderem von der Deutsche Telekom Stiftung initiierte Monitor Lehrerbildung in seiner Anfang April erschienenen Publikation.
 
Projekte wie "Mathe inklusiv mit PIKAS“ tragen im Sinne der DZLM-Gestaltungsprinzipien dazu bei, dass Lehrerkollegien einer Schule zusammenarbeiten, neue pädagogische Konzepte erproben und reflektieren und diese dabei kontinuierlich weiterentwickeln. Ziel von "Mathe inklusiv mit PIKAS" ist es, Lehrpersonen mit umfassenden Angeboten beim individuellen Fördern von Schülerinnen und Schülern zu unterstützen, die einen besonderen Förderbedarf haben und präventiv oder dauerhaft sonderpädagogisch unterstützt werden müssen.
 
Das Mutterprojekt PIKAS  zum Mathematikunterricht in der Grundschule startete 2009 zunächst in Nordrhein-Westfalen und wurde von der Deutsche Telekom Stiftung seitdem gefördert. 2014 konnte es zuletzt nach einigen anderen Bundesländern erfolgreich auch in Thüringen, Hamburg und dem Saarland eingeführt werden. Die im Rahmen des Projekts entwickelten Materialien und Fortbildungen unterstützen Lehrpersonen dabei, Grundschulkinder im Matheunterricht zu selbstständigem Denken, Erforschen und Entdecken anzuregen.
 
Weiterführende Links:
 
Das Projekt PIKAS: http://pikas.dzlm.de/

Offizielle Pressemitteilung beim idw –Informationsdienst Wissenschaft
 
Informationen zur PIKAS-Bundestagung am 14.11.2015 in Mannheim finden Sie hier.

Das Interview mit dem Bildungsstaatssekretär zur Einführung von PIKAS in Thüringen lesen Sie hier.
 
Informationen zum Polytechnik-Preis für das Konzept PIKAS im Jahr 2013