Inklusiven Unterricht gemeinsam weiterentwickeln – Bildungsminister Commerçon begrüßt Kooperation

30 Projektschulen arbeiten im Saarland im Rahmen einer dreijährigen Lehrerfortbildungsreihe in Kooperation mit PIKAS und dem DZLM daran, ihren inklusiven MINT-Unterricht gemeinsam weiterzuentwickeln.

Es ist Halbzeit bei der im Schuljahr 2014/15 gestarteten dreijährigen Lehrerfortbildungsreihe „SINUS und inklusive Bildung mit PIKAS“ im Saarland. Diese hat zum Ziel, den mathematisch-naturwissenschaftlichen Unterricht insbesondere an Grundschulen nach den Leitgedanken inklusiver Bildung weiterzuentwickeln.​ Im Rahmen einer Landestagung am heutigen Donnerstag, den 10. Dezember 2015 in Saarbrücken tauschen die Projektschulen sich zu ihren Erfahrungen aus.

„In Zeiten von heterogenen Lerngruppen ist es besonders wichtig, dass Lehrpersonen ihre Unterrichtskonzepte kontinuierlich professionell weiterentwickeln können – die Verzahnung von Theorie und Praxis und die kollegiale Zusammenarbeit stehen dabei im Vordergrund“, begrüßt Bildungsminister Ulrich Commerçon die Landestagung, die wie die gesamte Reihe in Zusammenarbeit mit dem Landesinstitut für Pädagogik und Medien (LPM) durchgeführt wird.

Zur Zusammenarbeit im Kollegium anregen

Prof. Dr. Christoph Selter, Projektleiter von PIKAS und Abteilungsleiter am DZLM ergänzt zum Vorgehen: „Die Schulen erhalten durch die 3-jährige Kooperation mit PIKAS nicht nur fachdidaktische Unterstützung durch Konzepte, Material und Fortbildungsveranstaltungen. Sie werden auch langfristig dazu angeregt, bei der fachbezogenen Unterrichtsentwicklung im Kollegium zusammenzuarbeiten und sich mit weiteren SINUS-PIKAS-Schulen im Saarland auszutauschen.” Dabei knüpft PIKAS an die Grundsätze und Erfahrungen von SINUS an Grundschulen (bundesweit: 2009 bis 2013) an.

Die Lehrpersonen aus den zunächst 23 Projektschulen bei „SINUS und inklusive Bildung mit PIKAS“ entwickeln seit 2014 in regelmäßigen Treffen gemeinsam mit Fachdidaktikern ihr fachliches und methodisches Können weiter. Die gemeinsam erarbeiteten Unterrichtskonzepte und Aufgaben für einen schülerzentrierten und inklusiven Unterricht werden später allen Grundschulen des Saarlands zur Verfügung gestellt.