Abteilung 1: Elementarbereich und Primarstufe

Den Grundstein legen

Elementarbereich und Primarstufe haben in der Bildungsbiografie von  Kindern einen besonderen Stellenwert. Das DZLM möchte mit den Fort- und Weiterbildungsangeboten die Pädagoginnen und Pädagogen beider Bereiche bei der Bewältigung ihrer spezifischen Herausforderungen im Bereich Mathematik und der Gestaltung der Übergänge unterstützen.

1. Elementarbereich

Mit dem Fortbildungsprogramm für den Elementarbereich weitet das DZLM seine Angebote aus  Das Zentrum unterstützt die Fachpädagoginnen und -pädagogen darin, Mathematik entlang der Bildungskette auszugestalten. Das DZLM reagiert mit dem Aufbau dieses Programms auf die Anforderungen der Bildungs- und Orientierungspläne im Elementarbereich und bietet eine Möglichkeit zur nachhaltigen Weiterentwicklung der fachdidaktischen Kompetenzen im Bereich Mathematik. Die angebotenen Fortbildungen richten sich an Elementarpädagoginnen und -pädagogen.

Bei der Erkundung ihrer Umwelt begegnen Kinder schon früh Mathematik. Sie interessieren sich für Muster und Strukturen, entwickeln ein erstes Bild von Zahlen, geometrischen Objekten und Größen und erleben Wahrscheinlichkeit und Zufall. Mit ihren vielfältigen Ausdruckmöglichkeiten operieren und kommunizieren die Kinder, um Herausforderungen allein, mit Hilfe von anderen Kindern oder von Erwachsenen zu bewältigen. In diesem Sinne bedeutet mathematische Förderung: Spielen, Kommunizieren und vielfältige Erfahrungen in einer anregend gestalteten Umgebung sammeln, begleitet von kompetentem Fachpersonal. Das DZLM möchte die Elementarpädagoginnen und -pädagogen in dieser Aufgabe unterstützen.

Den Startpunkt hierfür bildet das Fortbildungsprogramm „EmMa – Erzieherinnen und Erzieher machen Mathematik“, das ab Herbst 2014 zur Verfügung steht. Im Zentrum stehen dabei folgende Themen:

EmMa – Erzieherinnen und Erzieher machen Mathematik

  • Elementarmathematik erleben
  • Individuelles (mathematisches) Lernen begleiten
  • Inhaltbereiche der Mathematik unter fachdidaktischer Perspektive

 

2. Grundschule/Primarstufe

Die letzten internationalen und nationalen Vergleichsuntersuchungen haben erneut gezeigt, wie notwendig eine Weiterentwicklung des Mathematikunterrichts ist, mit dem Ziel, Kinder aller Leistungsniveaus besser zu fördern und zu fordern. Dabei leistet die Grundschule einen wesentlichen Beitrag zu grundlegender mathematischer Bildung, wenn es ihr gelingt, den Kindern ihre vorhandenen Kenntnisse und Fähigkeiten zum Umgang mit mathematischen Objekten und Strukturen bewusst zu machen und das Weiterlernen darauf auszurichten. Wie Kinder in der Grundschule bzw. Primarstufe den Mathematikunterricht erleben, ist prägend für ihre gesamte weitere Schullaufbahn.

Mathematik ist mehr als nur „Rechnenlernen“. Trotzdem existiert in vielen Köpfen noch immer ein Bild von diesem Unterrichtsfach, das sich auf das Abarbeiten von vorgegebenen Algorithmen beschränkt. Deshalb ist es umso wichtiger, im Unterricht das Augenmerk auf die Entwicklung allgemeiner (oder prozessbezogener) Kompetenzen zu lenken. Dies fordert auch die Kultusministerkonferenz (KMK) in ihren Bildungsstandards.

Das DZLM-Programm für die Primarstufe qualifiziert zum einen Multiplikatorinnen und Multiplikatoren unter den Mathematiklehrpersonen. Zum anderen sollen, in einer zweiten Stufe, auch jene Lehrinnen und Lehrer gezielt weitergebildet werden, die nicht für das Fach Mathematik ausgebildet sind. Darüber hinaus werden in Zusammenwirkung mit anderen Abteilungen des DZLM Fortbildungsangebote für Lehrpersonenteams konzipiert, die Aufgabenbereiche wie u.a. Inklusion, Sprachförderung oder diagnosegeleitete Förderung aufgreifen.

Für die Begleitung und Unterstützung von Multiplikatorinnen und Multiplikatoren und Lehrpersonen wurden und werden Fort- und Weiterbildungsmodule entlang von drei Themenkategorien entwickelt:

  • Inhaltsbereiche des Mathematikunterrichts
  • Kompetenzorientierter Mathematikunterricht
  • Mathematische Lehr- und Lernprozesse

Weitere Informationen im Themenkatalog

 

 

Weitere Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner / Weitere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler

Grundschulbereich: Dipl. Lehrerin Elke Binner (Humboldt-Universität zu Berlin), Prof. Dr. Christiane Benz (Pädagogische Hochschule Karlsruhe), Prof. Dr. Dagmar Bönig (Universität Bremen), Luise Eichholz (Technische Universität Dortmund), Julia Fleischer (Technische Universität Dortmund), Prof. Dr. Marianne Grassmann (Humboldt-Universität zu Berlin), Kristina Penava (Technische Universität Dortmund), Prof. Dr. Petra Scherer (Universität Duisburg-Essen), Prof. Dr. Annemarie Stratmann (Universität Duisburg-Essen), Prof. Dr. Gerald Wittmann (Pädagogische Hochschule Freiburg), Elena Zannetin (Technische Universität Dortmund).
 
Ehemalige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter: Dr. Lars Eichen (Karl-Franzens-Universität Graz), Dr. Julia Bruns (Universität Osnabrück)