Design-Based Research am Beispiel der PLG-Begleiter-Ausbildung in Sindelfingen

ID FP1730
Titel

Design-Based Research am Beispiel der PLG-Begleiter-Ausbildung in Sindelfingen

Forschungsziel/Forschungsfrage Welche Design-Prinzipien lassen sich für ein Zusammenspiel aus Teilnehmerorientierung und Rollenklarheit herausarbeiten?
Vorarbeiten Vorgänger-Kurs in Hamburg wurde mit einem größtenteils quantitativen Forschungs-Design beforscht. Die dort gemachten Erfahrungen werden im aktuellen Design aufgegriffen. Zugleich wird dies als Pilot-Projekt im Bereich Design-Based Research angedacht, mit dem Projekt sind somit neben den inhaltlichen Fragestellungen auch methodische Fragen verbunden.
Mehrwert Für das DZLM entsteht ein Mehrwert auf zwei Ebenen: Inhaltlich gewinnen wir Klarheit über die PLG-Begleiter-Ausbildung, insbesondere im Bereich der Rollenklärung und Teilnehmerorientierung. Methodisch wird das Projekt als Pilot-Projekt für DBR im DZLM geführt. Die gemachten Erfahrungen sollen so dokumentiert und aufgearbeitet werden, dass das Projekt als Beispiel für DBR-Projekte im DZLM anderen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zur Verfügung gestellt wird.
(DZLM-) Typus Entwicklungsforschung/Design-Based Research
Art des Projektes Weitere Forschungsprojekte
Forschungsgegenstand PLG-Begleiter-Ausbildung am Seminar in Sindelfingen (Kurs wird parallel beantragt)
Kurskonzept, das beforscht wird: Ausbildung von PLG-Begleiterinnen und -Begleitern in Hamburg
Zielgruppe Fachleiter/-in, Multiplikator/-in
Kursformat Intensivkurs Plus (> 5 Tage)
Kompetenzfacetten
  • Überzeugungen (Beliefs)
  • Fortblldungsdidaktik und -management
Erläuterungen:

Im Projekt geht es um die Rollenklarheit, die sich erfahrene Ausbilderinnen und Ausbilder der zweiten Phase bezüglich der Arbeit in PLGen mit Lehramtsänwerterinnen und Lehramtsanwärtern erarbeiten sollen. Ausgestattet mit einer weiteren Expertise zur Durchführung von PLGen sollen sich die Ausbilderinnen und Ausbilder im Prozess der Novizen-PLGen eher zurücknehmen.

Die erste Phase des DBR adressiert eine gemeine Problemidentifizierung von Praktikerin und Forscherin und die Entwickelung eines theoriebasierten Prototypen. Als theoretische Lösung ziehen wir das DZLM-Gestaltungsprinzip Teilnehmerorientierung heran und untersuchen in den ersten Schritten, wie diese gelingen und zur Rollenarbeit herangezogen werden kann. 

Gestaltungsprinzipien Teilnehmerorientierung
Teil der Wirkungskette von Fortbildung Multiplikatoren
Teil der Wirkungskette bis Fortbildungen Lehrpersonen
Design/Methode

Im Design-Based Research wird häufig - und so auch in diesem Projekt - ein Methodenmix angewandt. Neben semistrukturierten Eingangsbefragungen von Ausbilderinnen und Ausbildern (Einstellungen zu PLGen, PLG-bezogene SWE) sowie LAA (Kooperations-Bereitschaft, Innovationen) führen wir weitere quantitative (teilweise aggregierte) Erhebungen zur Qualität der Ausbildung (Zielscheibe zu Gestaltungsprinzipien) einerseits, und zur Qualität der PLGen ("Lücken-Skalen") andererseits durch. Als Teil der Praxisaufträge werden Protokolle der PLG-Arbeit sowie eine schriftliche Reflexion der Aufgaben und Rollenwahrnehmung auf Seiten der Ausbilderinnen und Ausbilder angefertigt. Diese Dokumente dienen der Forschung gleichermaßen wie der Vorbereitung kommender Termine. 

Darüber hinaus werden Interviews mit unserer Referentin, den teilnehmenden Ausbilderinnen und Ausbildern sowie an den PLGen teilnehmenden LAA durchgeführt werden. Offene und Semi-Strukturierte Beobachtungen der Präsenztermine runden das methodische Vorgehen ab. 

Instrumente
  • Pre-Post-Befragung Ausbilderinnen und Ausbilder:
    • PLG-Einstellung
    • PLG-bezogene Selbstwirksamkeitserwartungen
  • Pre-Post-Befragung Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärter 
    • Kooperations-Verhalten
    • Innovations-Umgang
    • ... 
  • Zielscheibe nach Präsenzterminen:
    • DZLM-Fragebogen-Items zur Teilnehmerorientierung
    • ...
  • PLG-TN Befragung (online):
    • Lücken-Skalen
  • Reflexionsbogen Ausbilderinnen und Ausbilder
    • Rollenklarheit
    • Einstellungen zu PLG-Arbeit (Kurzskala)
  • PLG-Protokoll
    • Verbindung von Theorie-Plan-Praxis-Reflexion
  • Interviews
    • Referentin: Probleme, Lösungen, Veränderungen der Planung
    • Ausbilderinnen und Ausbilder: Rollenklarheit, Teilnehmerorientierung
    • PLG-Teilnehmende: Nützlichkeit von PLGen
Status angelaufen
Laufzeit
04.2016 bis 01.2017
geplante Veröffentlichung(en)

Internes Papier zu DBR Ansatz

Educate the Educators

Nationale Veröffentlichung

 

Anschluss zu anderen (DZLM-) Forschungsprojekten Wir bauen auf den Erfahrungen zur Erfoschrung der PLG-BegleiterInnen-Ausbildung in Hamburg auf. In diesem neuen Projekt wollen wir zwei Dinge verbessern: 1. Der DBR-Ansatz soll verstärkt eingesetzt werden. Einerseits um mehr inhaltliche Tiefe (Design-Prinzipien) zu erreichen und andererseits um ein Beispiel-Projekt für den DBR Ansatz zu kreieren. 2. Wir streben Veröffentlichungen sowohl zur Maßnahme als auch und insbesondere zur Forschung an.
Verantwortliche Person für Forschung Jochen Weißenrieder
Verantwortliche Institution(en) für Forschung DZLM - Abteilung C
DZLM beteiligte Abteilung(en) Abteilung C: Begleitforschung und Evaluation
DZLM beteiligte Person(en) Bettina Rösken-Winter, Rebekka Stahnke
externe Kooperationspartner Das Seminar Sindelfingen ist Kooperations-Partner der Fortbildung. Für forschungs-organisatorische Belange wurde ebenfalls Unterstützung zugesagt (z.B. Räume für Interviews, Terminvereinbarung von Interviewpartner, Zusendung von Befragungs-Link, etc.).
Forschungsprojekt ist bereits in öffentlichen Datenbanken erfasst nein
XLS