Elternvorstellungen zur Mathematik und ihre Entwicklung innerhalb des Projekts "Familien erleben Mathematik"

ID FP1584
Titel

Elternvorstellungen zur Mathematik und ihre Entwicklung innerhalb des Projekts "Familien erleben Mathematik"

Name / Abteilung / Institution Natascha Albersmann


Fokusthema
Forschungsziel/Forschungsfrage Welche Vorstellungen von Mathematik und dem Lehren und Lernen von Mathematik besitzen Eltern und wie werden diese durch das Projekt „Familien erleben Mathematik“ beeinflusst? Welche Schlussfolgerungen ergeben sich für die Gestaltung von mathematischen Lerngelegenheiten für Eltern und ihre Kinder im Sekundarbereich I?
Vorarbeiten Die Einflussnahme der Eltern auf die mathematische Bildungsentwicklung ihrer Kinder ist nicht nur unbestreitbar, sondern auch unvermeidbar. In verschiedenen Forschungsarbeiten wurden Modelle zur Beschreibung elterlichen Unterstützungsverhalten und ihr Einfluss auf die Bildungsentwicklung ausgearbeitet und untersucht (u.a. Hoover-Dempsey, Bassler, & Burow, 1995; Lorenz & Wild, 2007; Pomerantz, Moorman, & Litwack, 2007). In diesem Kontext ergaben sich auch verschiedene Elterntrainings, wie z.B. Rahmen des nationalen Projekts „Selbstbestimmte Formen der Lernmotivation in Elternhaus und Schule“ der Arbeitsgruppe um Elke Wild oder auch auf internationaler Ebene zu dem Projekt „MAPPS – Math and Parents Partners“ begleitet von der Arbeitsgruppe um Marta Civil. Allen Arbeiten gemein ist die Erkenntnis, dass sich lernförderliche Einflüsse weniger aus der Quantität elterlicher Unterstützungsmaßnahmen ergeben als vielmehr aus der Qualität der Lernsituationen. An diese Vorarbeiten knüpft die Forschungsarbeit um das Projekt „Familien erleben Mathematik“ und erweitert die Perspektive auf elterliches Unterstützungsverhalten und Möglichkeiten zu einer Anteilhabe an der mathematischen Bildungsentwicklung ihrer Kinder.
Mehrwert Im Rahmen der hier vorgestellten Forschungsarbeit wird ein Konzept für die Einbindung von Eltern in die mathematische Bildung ihrer Kinder, eingerahmt durch das Projekt „Familien erleben Mathematik“ entwickelt und evaluiert. Die konzeptuellen Überlegungen lassen sich auf alltägliche Unterrichtssituationen übertragen und liefern somit eine praktisch umsetzbare Antwort auf die Frage nach einer bewussteren Einbindung von Eltern. Darüber hinaus werden Bedingungen des elterlichen Unterstützungsverhaltens durch die Untersuchung elterlicher Vorstellungen adressiert und deren Entwicklung im Rahmen der Teilnahme am besagten Mathematikprojekt untersucht. Dadurch bietet die Arbeit auch einen Mehrwert aus theoretischer Sicht, da ein tieferes Verständnis elterlichen Unterstützungsverhaltens im Kontext von Mathematik ermöglicht wird.
(DZLM-) Typus Bedingungsforschung, Wirkungsforschung
Art des Projektes Dissertation
Erstgutachter: 
Prof. Dr. Katrin Rolka
Zweitgutachter: 
Prof. Dr. Peter Eichelsbacher
Forschungsgegenstand Da das Projekt "Familien erleben Mathematik" außerhalb des DZLM begonnen hat, besteht hier kein direkter Bezug zu einem DZLM Kurs bzw. Kurskonzept. Für das Jahr 2016 ist allerdings eine DZLM-Fortbildung zu dem Thema der Elternarbeit im Mathematikunterricht mit dem Titel "Differenzieren im Unterricht und zu Hause" geplant.
Kompetenzfacetten
  • Überzeugungen (Beliefs)
Teil der Wirkungskette von Unterricht
Teil der Wirkungskette bis Unterricht
Bemerkung Das Projekt befasst sich mit der Einbindung von Eltern in die mathematische Bildung ihrer Kinder.
Design/Methode

Mixed-Methods-Design 

Instrumente

(1) Fragebögen für Eltern und Kinder mit geschlossenen (Beliefs-Skalen aus TEDS-M + Items zum Unterstützungsverhalten aus PISA 2003) und ergänzenden offenen Items im Prä-Post-Design 

(2) Erfassung der Eltern-Kind-Zusammenarbeit und –erlebnisse durch Reisetagebücher für Eltern und Kinder im Projektverlauf mit anschließender qualitativer Auswertung 

 

Status abgeschlossen
Laufzeit
11.2012 bis 06.2015
DZLM beteiligte Person(en) Katrin Rolka
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