Produktives Üben

Der folgende Steckbrief beschreibt einen Kurs, der zu festen Terminen stattfindet. Bitte beachten Sie die Hinweise zur Anmeldung im rechten Seitenkasten.

Titel Produktives Üben
Kurzbeschreibung
Übungsstunden im Mathematikunterricht sind oftmals dadurch gekennzeichnet, dass Schülerinnen und Schüler möglichst viele Aufgaben abarbeiten. Während sich die schnellen und guten dabei langweilen, fällt es den schwächeren Schülerinnen und Schülern oft schon bei der ersten Aufgabe schwer, überhaupt erst anzufangen. Differenzierung erfolgt dann meist dadurch, dass einfachere oder schwierigere Aufgaben bereitgestellt werden bzw. der Rest als Hausaufgabe nachgearbeitet werden muss. Mit dem Einsatz produktiver Übungsaufgaben soll dieses Szenario durchbrochen werden.
Es stellt sich also die Frage, wie Übungsphasen interessant, motivierend und herausfordernd für alle gestaltet werden können. Produktive Übungsaufgaben können einen Beitrag dazu leisten, Übungsphasen effizienter und interessanter zu gestalten. Im Idealfall sind diese selbstdifferenzierend, entdeckungsoffen und daher motivierend für alle. Dies bedeutet, dass die Schülerinnen und Schüler beim Üben Entdeckungen machen können und gleichzeitig beim Entdecken üben.
Der selbstdifferenzierende Charakter ist ein zentraler Aspekt produktiver Übungsaufgaben: Alle Schülerinnen und Schüler sollen nach ihren Möglichkeiten gefördert werden und dies bedeutet, dass die Stärkeren herausgefordert und gleichzeitig die Schwächeren nicht abgehängt werden.
Woher bekommt man nun solche Aufgaben? Sicherlich finden sich diese zunehmend in neueren Schulbüchern.  Es ist aber auch möglich, mit relativ wenig Aufwand, selbst produktive Aufgaben zu gestalten. In der Fortbildungsveranstaltung werden Techniken gezeigt, wie man selbst solche Aufgaben entwickeln bzw. auf die eigene Situation anpassen kann. Im zweiten Fortbildungsteil werden Erfahrungen mit diesen Aufgaben im Unterricht ausgetauscht und es erfolgt eine Vertiefung.
Geförderte Kompetenzen
Auswahl produktiver Aufgaben für den Unterricht mit Blick auf die angestrebten Kompetenzen (d.h. es können produktive Aufgaben in Schulbüchern identifiziert werden); methodische Umsetzung beim Einsatz produktiver Aufgaben; eigene (Weiter-) Entwicklung produktiver Aufgaben.
Allgemeine mathematische Kompetenzen nach KMK Bildungsstandards Mathematisch argumentieren [K1], Probleme mathematisch lösen [K2], Mathematisch modellieren [K3], Mathematische Darstellungen verwenden [K4], Mit symbolischen, formalen und technischen Elementen der Mathematik umgehen [K5], Mathematisch kommunizieren [K6]
Leitideen nach KMK Bildungsstandards Ohne Leitideezuordnung
Kursformat Standardkurs (1 - 2 Tage)
Schulformen Hauptschule, Realschule, Gesamtschule, Gymnasium, Gymnasiale Oberstufe
relevanter Bereich/relevante Schulstufen Sekundarstufe
Adressaten fachfremd unterrichtende Lehrperson, Mathematiklehrperson, Multiplikator/-in
Zeitlicher Rahmen der Präsenzphasen
Mindestens zwei Halbtage (>3 h). In der Distanzphase (ca. 2-6 Wochen) werden Aufgabenbeispiele ausprobiert, die dann in der zweiten Fortbildung reflektiert werden.
Kursbeginn/-dauer
07.03.2017 bis 10.05.2017
Infos zur Veranstaltung

Der Kurs findet an der Realschule im Kreis Mettmann statt.
07.03.2017 1. Termin
11.05.2017  2. Termin

Themen
Basiert auf Kurskonzept Produktives Üben
Referenten

Herr Lanser, Multiplikator des KOSIMA-Netzwerks.

Literatur

Forschungsbezogene Publikationen

Entwickelt von
KOSIMA-Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern (Prof. Dr. Bärbel Barzel, Prof. Dr. Stephan Hußmann, Prof. Dr. Timo Leuders, Prof Dr. Susanne Prediger, Prof. Dr. Lars Holzäpfel, Judith Blomberg und weitere Multiplikatorinnen und Multiplikatoren des KOSIMA-Netzwerks)
Urheberschaft
Aus dem Projekt KOSIMA (Kontexte für sinnstiftendes Mathematiklernen) entwickelt.
Zertifizierung Teilnahmebescheinigung