Differenzieren im Unterricht und zu Hause

Der folgende Steckbrief beschreibt das Kurskonzept, das prinzipiell in allen Bundesländern angeboten werden kann. Bitte wenden Sie sich an die angegebene Ansprechpartnerin oder den Ansprechpartner (siehe rechter Kasten), um zu klären, ob eine tatsächliche Realisierung in Ihrem Bundesland und in dem von Ihnen gewünschten Zeitraum möglich ist. In den im Steckbrief angegebenen Bundesländern stehen DZLM-Referenten prinzipiell zur Verfügung.
Titel Differenzieren im Unterricht und zu Hause
Kurzbeschreibung

Eltern betrachten es, auch im unteren Sekundabereich noch, häufig als selbstverständlich, ihren Kindern bei Problemen und Schwierigkeiten mit Mathematikaufgaben zu helfen und ihnen ihre Fragen, so gut es ihnen möglich ist, zu beantworten. In der Regel erhalten Eltern aber keine didaktischen Hinweise und Ratschläge, so dass sie bei der Unterstützung ihrer Kinder auf ihre eigenen Erfahrungen zurückgreifen, die oftmals nicht den didaktischen Konzepten der Lehrpersonen entsprechen.

In der Absicht jedem Schüler mit seinen individuellen Lernvoraussetzungen und -bedürfnissen im Mathematikunterricht gerecht zu werden, lässt sich ein erweiterter Blick auf Heterogenität unter Berücksichtigung des elterlichen Einflusses kaum umgehen. Es gilt, durch einfache Mittel und somit auf ressourcenschonende Weise den Eltern die leitgebenden, didaktischen Lehrkonzepte des Mathematikunterrichts einerseits transparent zu machen sowie andererseits durch funktional in den Unterricht eingebundene Momente des gemeinsamen Mathematikbetreibens mit ihren Kindern erfahrbar werden zu lassen. Der Fokus dieser Fortbildungsmaßnahme liegt demnach erstens auf der Förderung der fachspezifischen Lehrer-Eltern-Kind-Kooperation und zweitens auf dem Ausbau reflektierter und bewusster Einbindungen von Eltern im Mathematiklernen ihrer Kinder.

Geförderte Kompetenzen

Anliegen dieser Fortbildung ist es, dass Lehrpersonen die Ressource Eltern für die mathematische Bildungsentwicklung ihrer Kinder besser verstehen und sie zu nutzen lernen.

In der ersten Fortbildungsveranstaltung wird ein Einblick in Forschungsergebnisse zur elterlichen Einflussnahme und ihrer Rolle für das mathematische Lernen ihrer Kinder gegeben. Es werden Möglichkeiten und Grenzen einer fachspezifischen und funktionalen Einbindung von Eltern im unteren Sekundarbereich erarbeitet. Der mathematikdidaktische Schwerpunkt liegt hierbei auf dem Umgang mit Heterogenität sowie den prozessbezogenen Kompetenzen. In einer Distanzphase sollen die erarbeiteten Möglichkeiten zur Elterneinbindung  in der eigenen Unterrichtspraxis erprobt und evaluiert sowie in einer abschließenden Veranstaltung gemeinsam didaktisch reflektiert.

Allgemeine mathematische Kompetenzen nach KMK Bildungsstandards Mathematisch argumentieren [K1], Probleme mathematisch lösen [K2], Mathematisch modellieren [K3], Mathematische Darstellungen verwenden [K4], Mit symbolischen, formalen und technischen Elementen der Mathematik umgehen [K5], Mathematisch kommunizieren [K6]
Leitideen nach KMK Bildungsstandards Ohne Leitideezuordnung
Kursformat Standardkurs (1 - 2 Tage)
Schulformen Hauptschule, Realschule, Gesamtschule, Gymnasium
relevanter Bereich/relevante Schulstufen Sekundarstufe
Adressaten Mathematiklehrperson
Zeitlicher Rahmen der Präsenzphasen

Dieser Kurs sollte an zwei Tagen, zwischen den mindestens ein Monat liegt, durchgeführt werden. So haben die teilnehmenden Lehrer die Möglichkeit, den Kursinhalt auf den eigenen Unterricht zu übertragen und anschließend nachzubesprechen.

Themen
Referenten

Natascha Albersmann

OStr` Birgit Griese

Prof. Dr. Katrin Rolka

Literatur

Albersmann, N. & Rolka, K. (2012). Challenging parental beliefs about mathematics education. In M. Hannula, P. Protaankorva-Koivisto, A. Laine, & L. Näveri (Eds.) Current state of research on mathematical beliefs XVIII: Proceedings of the MAVI-18 Conference (pp. 99-109 ). Helsinki, Finland. 

Albersmann, N. (2013). Eltern-Kind-Interaktion im Rahmen einer mathematischen Entdeckungsreise – Einblicke in das Projekt „Familien Erleben Mathematik“. In G. Greefrath, F. Käppnick & M. Stein (Eds.), Beiträge zum Mathematikunterricht 2013 (Vol. 1, pp. 84-87). Münster: WTM-Verlag

Desforges, C. & Abouchaar, A. (2003). The Impact of Parental Involvement, Parental Support and Family Education on Pupil Achievements and Adjustment: A Literature Review. London: DfES Publication.

Hubben, I. & PIKAS-Team. (2011). Mathe – ein Kinderspiel! Kleiner Ratgeber für Eltern. Bonn: Deutsche Telekom Stiftung.

Leuders, T. & Leuders, J. (2012). Mathe können - Ein Ratgeber für Eltern. Seelze: Kallmeyer.

Sheldon, S. B., & Epstein, J. L. (2005). Involvement Counts: Family and Community Partnerships and Mathematics Achievement. The Journal of Educational Research98(4), 196–207.


Sliwka, A., & Frank, S. (2011). Familie schafft Chancen. Warum das Zuhause für den Bildungserfolg entscheidend ist und wie Eltern bei der Lernbegleitung ihrer Kinder gestärkt werden können. Düsseldorf: Vodafone Stiftung Deutschland.


Tenorth, H.-E., Blum, W., Heinze, A., Peter-Koop, A., Post, M., Selter, C., Törner, G. (2010). Mathematik entlang der Bildungskette. Bonn: Deutsche Telekom Stiftung.
Wild, E. (2004). Häusliches Lernen - Forschungsdesiderate und Forschungsperspektiven. Zeitschrift für Erziehungswissenschaft, 37–64.

Entwickelt von

Natascha Albersmann

OStr` Birgit Griese

Prof. Dr. Katrin Rolka

Urheberschaft

Natascha Albersmann

OStr` Birgit Griese

Prof. Dr. Katrin Rolka

Zertifizierung Teilnahmebescheinigung