Multiplikatorenqualifizierung: Koordinierende Erzieher/-innen in der Ganztagsbetreuung der sechsjährigen Grundschule

Der folgende Steckbrief beschreibt das Kurskonzept, das prinzipiell in allen Bundesländern angeboten werden kann. Bitte wenden Sie sich an die angegebene Ansprechpartnerin oder den Ansprechpartner (siehe rechter Kasten), um zu klären, ob eine tatsächliche Realisierung in Ihrem Bundesland und in dem von Ihnen gewünschten Zeitraum möglich ist. In den im Steckbrief angegebenen Bundesländern stehen DZLM-Referenten prinzipiell zur Verfügung.
Titel Multiplikatorenqualifizierung: Koordinierende Erzieher/-innen in der Ganztagsbetreuung der sechsjährigen Grundschule
Kurzbeschreibung

Im Ergebnis internationaler und nationaler Vergleichsuntersuchungen wird bildungspolitisch neben der Professionalisierung von Elementarfachkräften und Lehrkräften auch zunehmend die Professionalisierung von Erzieher/-innen (EuE), die in der Ganztagsbetreuung an Grundschulen tätig sind, in den Blick genommen. Dabei geht es besonders um den Personenkreis, der gefordert ist, in Kooperation mit Lehrkräften das individuelle (nach)unterrichtliche Lernen der Kinder zu begleiten und zu unterstützen.

Der Ausbau der Ganztagsbetreuung an (Grund)Schulen erfordert die Qualifizierung von Multiplikatoren/-innen, die die in diesem Bereich tätigen Erzieherinnen und Erzieher beraten und fortbilden.

Ziel dieser Fortbildung ist die Qualifizierung koordinierender Erzieher/-innen (kEuE), die im Tandem mit einer Lehrkraft an einer Grundschule arbeiten. Diese sollen in ihrer Rolle als regionale Multiplikatorin bzw. Multiplikator befähigt und unterstützt werden,

  • selbst Erzieherinnen und Erzieher (EuE) gezielt zu pädagogischen Möglichkeiten der Lernunterstützung von Schülerinnen und Schülern weiterzubilden und  zu beraten,
  • bei der Entwicklung pädagogischer Konzepte zu unterstützen.
  • ihre Kompetenzen in der Arbeit im und mit einem EuE/Lehrkräfte-Team (PLG) entwickeln und nachweisen.

Die Qualifizierung dieser Multiplikatorengruppe erfolgt am Beispiel des Fachs Mathematik, um die Qualität der Begleitung und Unterstützung des individuellen außerunterrichtlichen Lernens der Schülerinnen und Schüler im Rahmen der Ganztagsbetreuung an Grundschulen zu verbessern. Für die Qualifizierung werden fachübergreifende Themen (Inklusion, Heterogenität, DAZ, Gender und neue Medien) aufgegriffen, aus denen sich die Anforderungen an Erzieher/-innen in der Ganztagsbetreuung ableiten lassen. Die Themen werden aufgrund der bildungspolitischen Relevanz beispielhaft für Mathematik illustriert und daraus Transfermöglichkeiten für andere Fächer abgeleitet.

Geförderte Kompetenzen

Zentrale Kompetenzen:

Professionswissen – Fachbezogene Kompetenzen

  • Bild von Mathematik
  • Kompetenzmodell Inhalts- und prozessbezogene mathematische Kompetenzen

Professionswissen – Fachdidaktische Kompetenzen

  • Mathematikunterrichtsbezogene Handlungskompetenzen – Aufgaben. Aufgabenformate, Lernumgebungen (als Ausgangspunkt für Lernprozesse)
  • Mathematik-didaktische Basiskompetenzen (Didaktik mathematischer Inhaltsbereiche, Zugangsweisen, typische Präkonzepte und Verstehenshürden, Lehrpläne und Schulbücher)

Fortbildungsdidaktische Kompetenzen

  • Einstieg in die Entwicklung einer professionellen Lerngemeinschaft
  • Begleitung von professionellen Lerngemeinschaften
  • Inhaltliche und strukturelle Gestaltung von Weiterbildung

Beliefs – Mathematikbezogene Beliefs

  • Mathematik als Wissenschaft (Förderung Dynamische Perspektive)
  • Lehren und lernen von Mathematik (Förderung Konstruktivistische Perspektive)
Allgemeine mathematische Kompetenzen nach KMK Bildungsstandards Ohne Kompetenzzuordnung
Leitideen nach KMK Bildungsstandards Ohne Leitideezuordnung
Kursformat Intensivkurs Plus (> 5 Tage)
Schulformen Grundschule
relevanter Bereich/relevante Schulstufen Sekundarstufe
Adressaten Erzieher/-in
Zeitlicher Rahmen der Präsenzphasen

Ein Schuljahr :  8 Präsenztage und 7 Praxisphasen

Themen
Entwickelt von

Katja Eilerts, Bettina Rösken-Winter, Petra Scherer

Urheberschaft

Katja Eilerts, Bettina Rösken-Winter, Petra Scherer