Schülerorientierter Mathematikunterricht : Individuelles Fördern - Kooperatives Arbeiten - Aus Fehlern lernen

Der folgende Steckbrief beschreibt das Kurskonzept, das prinzipiell in allen Bundesländern angeboten werden kann. Bitte wenden Sie sich an die angegebene Ansprechpartnerin oder den Ansprechpartner (siehe rechter Kasten), um zu klären, ob eine tatsächliche Realisierung in Ihrem Bundesland und in dem von Ihnen gewünschten Zeitraum möglich ist. In den im Steckbrief angegebenen Bundesländern stehen DZLM-Referenten prinzipiell zur Verfügung.
Titel Schülerorientierter Mathematikunterricht : Individuelles Fördern - Kooperatives Arbeiten - Aus Fehlern lernen
Kurzbeschreibung
Die Fortbildung umfasst mehrere einander ergänzende Bausteine, die unterschiedlich gewichtet werden können:
 
  1. Individuelles Fördern: Es werden verschiedene Möglichkeiten aufgezeigt, um mit heterogenen Lerngruppen umgehen zu können. Der Schwerpunkt liegt dabei auf selbstdifferenzierenden Unterrichtsformen, die Schülerinnen und Schülern ein Lernen auf eigenen Wegen ermöglichen.
  2. Kooperatives Lernen: Nach einem Input der Referenten zu Basiselementen, Grundprinzipien und Entwicklung von Teamarbeit im Rahmen des kooperativen Lernens werden einzelne Methoden für den Einstieg in das Arbeiten mit kooperativen Unterrichtsmethoden von den Teilnehmern selber praktisch erlebt. Insbesondere werden Veränderungen der herkömmlichen Gruppenarbeit durch die Einbeziehung von kooperativen Prinzipien thematisiert.
  3. Aus Fehlern lernen: Entsprechend einer konstruktivistischen Auffassung des Mathematiklehrens und -lernens sind Fehler ein unabdingbarer Aspekt eines jeden Lernprozesses. Im Workshop wird thematisiert, wie aus Fehlern fruchtbare Lerngelegenheiten werden können.
 
Geförderte Kompetenzen
Ziele: Die Betonung eines schülerorientierten Unterrichts ist eine Konsequenz der Ausrichtung der Lehrpläne sowohl auf fachliche als auch auf prozessbezogene Kompetenzen, die die Schülerinnen und Schüler erwerben sollen. In der Fortbildung sollen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zunächst ihre diesbezügliche Sicht auf die Lernprozesse von Schülerinnen und Schülern erweitern und darüber hinaus handlungsrelevante Kompetenzen für die Planung und Durchführung von Unterricht erwerben.
 
Methode/Didaktik: Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erfahren zum Einen die Schülersicht durch eigenständiges Ausprobieren, zum Anderen werden die durchgeführten Methoden beim Praxistest aus Lehrer(innen)sicht didaktisch reflektiert und konkret auf den eigenen Unterricht bezogen. Hilfreiche lernpsychologische Hintergründe und Materialien für die Praxis sind Bestandteil dieser Fortbildung.
Allgemeine mathematische Kompetenzen nach KMK Bildungsstandards Mathematisch argumentieren [K1], Probleme mathematisch lösen [K2], Mathematisch modellieren [K3], Mathematische Darstellungen verwenden [K4], Mit symbolischen, formalen und technischen Elementen der Mathematik umgehen [K5], Mathematisch kommunizieren [K6]
Leitideen nach KMK Bildungsstandards Ohne Leitideezuordnung
Kursformat Standardkurs (1 - 2 Tage)
Schulformen Hauptschule, Realschule, Gesamtschule, Gymnasium, Gymnasiale Oberstufe
relevanter Bereich/relevante Schulstufen Sekundarstufe
Adressaten Mathematiklehrperson
Zeitlicher Rahmen der Präsenzphasen
Dieser Kurs sollte an zwei Tagen, zwischen den mindestens zwei Monate liegen, durchgeführt werden. So haben die teilnehmenden Lehrer die Möglichkeit, den Kursinhalt auf den eigenen Unterricht zu übertragen und anschließend nachzubesprechen.
 
Themen
Referenten

Prof. Dr. Gerald Wittmann, Professor für Mathematik und ihre Didaktik an der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd seit 2004, zuvor Lehrer am Gymnasium, zahlreiche Herausgeberschaften und Veröffentlichungen zur Didaktik der Mathematik, vielfältige Erfahrungen in der Lehrerfortbildung. Ein Forschungsschwerpunkt ist die Erfassung und Förderung individueller Lernprozesse im Mathematikunterricht.

StDin Gaby Heintz, Lehrerin für Mathematik und katholische Religionslehre, Fachleiterin und Hauptseminarleiterin an einem Studienseminar für SII / SI, Mitglied im Bundesvorstand von MNU, Schulbuch- und Medienberaterin, Mitarbeit bei SINUS und SINUS-Transfer. Veröffentlichungen, Workshops und Vorträge zu den Themenbereichen Selbstständiges Lernen, Lernen mit Neuen Medien und Kooperative Unterrichtsmethoden.

Literatur
Heintz, Gaby [2003]: Selbstständiges Lernen in einer medialen Lernumgebung. In: Leuders, Timo (Hrsg.): Mathematik-Didaktik, Cornelsen Scriptor, Berlin
 
Elschenbroich, Hans-Jürgen & Heintz, Gaby [2008]: Medien, Methoden, Kompetenzen. Der Mathematikunterricht (Themenheft), Jahrgang 54, Heft 6
 
Leuders, Timo & Wittmann, Gerald [2006]: Produktives Üben im Geometrieunterricht. In: Praxis der Mathematik in der Schule, Heft 12
 
Prediger Susanne & Wittmann Gerald [2009]: Lernen aus Fehlern , (wie) ist das möglich? In: Praxis der Mathematik in der Schule, Heft 27
 
Wartha, Sebastian & Wittmann, Gerald [2009]: Lernschwierigkeiten im Bereich der Bruchrechnung und des Bruchzahlbegriffs. In: Fritz-Ricken, Annemarie & Schmidt, Siegbert (Hrsg.): Fördernder Mathematikunterricht in der S I, Beltz: Weinheim
 
Wittmann, Gerald [2005]: Individuell fördern, Voraussetzungen und Möglichkeiten. In: Mathematik lehren, Heft 131
 
Wittmann, Gerald [2004]: Zwischen Erwartung und Realität. Sichtweisen zum Mathematikunterricht. In: Mathematik lehren, Heft 127
 
Entwickelt von

Prof. Dr. Gerald Wittmann

stDin Gaby Heintz

Urheberschaft

Dieser Kurs wurde im Rahmen des DTS Projektes MAM (Mathematik-Anders-Machen) entwickelt und wird nun im Rahmen des DZLM weitergeführt.

Zertifizierung Teilnahmebestätigung
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