Individuelles Lernen - gemeinsames Lernen und Individuelle Denkwege - verbindliche Kompetenzerwartungen

Themensteckbrief


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Titel Individuelles Lernen - gemeinsames Lernen und Individuelle Denkwege - verbindliche Kompetenzerwartungen
Kurzbeschreibung

Unterricht steht immer im Spannungsfeld zwischen den individuellen Denkwegen der Lernenden und den verbindlichen, in den Lehrplänen formulierten, Kompetenzerwartungen. In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage, wie ausgehend von diesen individuellen Lernwegen dennoch ein gemeinsames Lernen an einem Gegenstand stattfinden kann. Lehrkräfte stehen vor der Herausforderung mit diesem Spannungsfeld möglichst produktiv im Unterricht umzugehen. Das fünfte Thema setzt sich u.a. damit auseinander, welche möglichen Schwierigkeiten bei der unterrichtlichen Umsetzung auftreten können und wie Unterstützungsangebote zu gestalten sind, um Lehrende bei dieser Aufgabe zu helfen.

Dazu erfolgt zunächst eine kurze Gegenüberstellung der zwei unterschiedlichen Unterrichtskonzeptionen „Zunehmende Komplizierung“ (Vermittlung von Mathematik an die Kinder) und „Zunehmende Mathematisierung“ (Vermittlung zwischen Mathematik und Kinder).

Das Konzept der „Zunehmenden Mathematisierung“ wird daran anschließend durch die Auseinandersetzung mit der Unterrichtsreihe „ICH-DU-WIR: Rechnen auf eigenen Wegen“ am Beispiel der „Halbschriftlichen Subtraktion“ aus dem Projekt PIK AS vertieft. Es werden Überlegungen angestellt, wie ausgehend von den individuellen Lösungswegen der Kinder (ICH) durch den Austausch mit anderen (DU)  zunehmend effizientere und elegantere halbschriftliche Strategien entwickelt werden können, so dass die im Lehrplan formulierten Kompetenzerwartungen erreicht werden (WIR). Bedeutung, Chancen und Schwierigkeiten dieser drei Phasen (ICH-DU-WIR) werden dabei auf unterschiedlichen Ebenen (Unterricht und Fortbildung) reflektiert.

Geförderte Kompetenzen

Unterrichtsebene

Die TeilnehmerInnen kennen

  • die Bedeutung des Ich-Du-Wir Prinzips für den Unterricht
  • Schwierigkeiten in einem, gemäß des Prinzips der zunehmenden Komplizierung gestalteten Unterrichts.

Die TeilnehmerInnen können

  • Unterricht ausgehend von den individuellen Denkwegen der Lernenden hin zu den verbindlichen Kompetenzerwartungen im Lehrplan im Sinne des Prinzips der zunehmenden Mathematisierung gestalten, Unterrichtsinhalte gemäß des Ich-Du-Wir Prinzips gestalten, strukturieren bzw. verändern.

 

Fortbildungsebene

Die TeilnehmerInnen können auf der Grundlage ihrer fachdidaktischen Kenntnisse bzgl. Prinzips der zunehmenden Mathematisierung und der Ich-Du-Wir Methode

  • adressatenbezogene (Fachberater, fachfremde Lehrer etc.), lernförderliche Aktivitäten für Fortbildungen gestalten bzw. zusammenstellen.
  • auf „kritische Stimmen und Fragen“ von KollegInnen angemessen reagieren und diese beraten.
  • KollegInnen (z.B. in Fortbildungen) bzgl.

    • der Gestaltung des Unterrichts im Sinne der zunehmenden Mathematisierung,  
    • der Umsetzung des Ich-Du-Wir-Prinzips im Unterricht,
    • möglicher Schwierigkeiten bei der Umsetzung beraten. 
relevanter Bereich/relevante Schulstufen Primarstufe
Adressat Mathematiklehrperson, fachfremd unterrichtende Lehrperson, Multiplikator/-in
Entwickelt von

Karina Höveler

Maren Laferi

Erläuterungen zum Material
PIK 5.1, 5.2,
Status
erarbeitet