Bundesweit erster berufsbegleitender Weiterbildungs-Master für Lehrerbildende und -beratende im Fach Mathematik gestartet

Mit 12 Studierenden aus Baden-Württemberg, Berlin, Brandenburg, Hamburg, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Schleswig-Holstein sowie Belgien und der Schweiz startete am Freitag, 4. November 2016, der bundesweit erste Weiterbildungsstudiengang Berufsbegleitende Lehrerbildung Mathematik mit dem Abschluss Master of Arts an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU).

Berlin/Kiel, 04.11.2016: Die Studierenden des neuen Masterstudiengangs Berufsbegleitende Lehrerbildung Mathematik befinden sich in der Lehramtsausbildung oder sind Lehrkräfte für das Fach Mathematik aller Schulstufen. In dem vier Semester umfassenden Studiengang können sie berufsbegleitend ihre praktischen Erfahrungen reflektieren und wissenschaftlich vertiefen. Im Blended-Learning-Verfahren mit Präsenzphasen und E-Learning-Elementen werden ihnen aktuelle Entwicklungen der Mathematikdidaktik und der Bildungswissenschaften für die Lehrerbildung vermittelt. 

Das bundesländerübergreifende Angebot ist eine Kooperation des Hochschulkonsortiums DZLM (Deutsches Zentrum für Lehrerbildung Mathematik, Berlin) mit dem Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik Kiel (IPN), dem Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein (IQSH) und der Universität Kiel. „Die forschungsbasierte Lehrerbildung hat an der Uni Kiel große Bedeutung. Dieser neue Weiterbildungsstudiengang ist für uns ein erster Schritt, wie man nicht nur die universitäre Lehrerausbildung forschungsbasiert gestalten, sondern auch die Lehreraus- und -weiterbildung unterstützen kann. Deshalb wollen wir dieses Modell gerne auch auf andere Fächer übertragen“, betonte Professorin Ilka Parchmann, Vizepräsidentin für das Lehramt an der Kieler Universität, zum Auftakt des neuen Programms.

„Mit diesem Angebot wollen wir Aus- und Fortbildenden im Fach Mathematik Gelegenheit geben, ihre praktischen Erfahrungen weiter zu reflektieren und wissenschaftlich zu vertiefen“, begründete Professor Jürg Kramer, Mitglied der Studiengangsleitung und Direktor des DZLM die neue Initiative. „Ziel ist es, wissenschaftliche Erkenntnisse aus der Mathematik, der Mathematikdidaktik und den Bildungswissenschaften zu diskutieren und sie in der Praxis für die Gestaltung von Lehrerfortbildungen zu nutzen. Ergänzt werden diese Inhalte um Grundlagen der Erwachsenenbildung, die für die Aus- und Fortbildung von Kolleginnen und Kollegen wichtig sind.“

„Der Studiengang dient bundesweit als innovatives Modell für den Aufbau einer systematischen Struktur für die Lehrerfort- und -weiterbildung, die zunehmend als eigenständige Profession verstanden wird. Dafür hat sich eine starke Kooperation aus Wissenschaft und Bildungsadministration zusammengeschlossen, die das Studienangebot unter Berücksichtigung der Praxisbedürfnisse entwickelt hat“, ordnete Professorin Anke Lindmeier vom IPN, Mitglied der Studiengangsleitung und Lehrende im Studiengang die übergreifende Bedeutung des neuen Studiengangs ein. 

„Das lebenslange Lernen von Lehrkräften ist eine wichtige Stellschraube für die Qualität unseres Bildungssystems. Der Studiengang trägt dazu bei, dass wir hier beste Voraussetzungen für eine kontinuierliche Professionalisierung schaffen“, ergänzte Dr. Thomas Riecke-Baulecke, Direktor des Instituts für Qualitätsentwicklung Schulen Schleswig-Holstein, Mitglied der Studiengangsleitung und Lehrender im Studiengang.

Weitere Informationen zum Studiengang unter: 
www.berufsbegleitende-Lehrerbildung.de

Bilder stehen zum Download bereit:
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Bildunterschrift: Die ersten 12 Studierenden des neuen Mathe-Weiterbildungsmasters. Sie kommen aus Baden-Württemberg, Berlin, Brandenburg, Hamburg, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Schleswig-Holstein sowie aus Belgien und der Schweiz.
Foto/Copyright: IQSH

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Bildunterschrift: Aufbruchsstimmung am ersten „Schultag“. Der neue Studiengang stellt auch hohe Anforderungen an die Lehrenden. Hintere Reihe von links: Dr. Thomas Riecke-Baulecke, Daniela Rzejak (2.v.l.), Prof. Dr. Jürg Kramer (4.v.l.), Prof. Dr. Aiso Heinze (6.v.l.), Dr. Larissa Zwetzschler (8.v.l.). Vordere Reihe von links: Prof. Dr. Bärbel Barzel (2.v.l.), Dr. Maike Abshagen (3.v.l.), Dr. Thomas Lange (4.v.l.), Prof. Dr. Anke Lindmeier (5.v.l.), Prof. Dr. Frank Lipowski (7.v.l.).
Foto/Copyright: IQSH


Das Deutsche Zentrum für Lehrerbildung Mathematik (DZLM) ist die erste bundesländerübergreifende Anlaufstelle für die Lehrerfortbildung Mathematik, initiiert von der Deutsche Telekom Stiftung. Forschungsbasiert und praxisnah entwickelt das Zentrum Fortbildungsprogramme für alle Schulstufen, um diese in Kooperation mit den Bundesländern und Bildungseinrichtungen umzusetzen, weiter zu beforschen und kontinuierlich zu verbessern. Der Fokus liegt dabei auf langfristigen Angeboten für Lehrende, die andere fortbilden und begleiten.

Kontakt: Dr. Regine Brandtner (Leitung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit), Humboldt-Universität zu Berlin, Unter den Linden 6, 10099 Berlin (Postanschrift), Hausvogteiplatz 5 - 7, 2. OG, Raum 205, 10117 Berlin (Sitz), Tel.: 030/2093-47984, Fax.: 030/2093-47981, E-Mail: presse@dzlm.de, www.dzlm.de, www.twitter.com/dzlmathe, www.facebook.com/dzlmathe.

IPN – Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik
Der Auftrag des IPN ist es, durch seine Forschungen die Pädagogik der Naturwissenschaften und der Mathematik weiterzuentwickeln und zu fördern. Die Arbeiten des IPN umfassen Grundlagenforschung in Fragen des Lehrens und Lernens. Die aktuellen pädagogischen Fragestellungen und Projekte werden interdisziplinär in Teams aus Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Fachdidaktiken der Naturwissenschaften, Mathematik, Pädagogik und Psychologie bearbeitet. Ein Forschungsschwerpunkt des IPN ist die Lehrerprofessionsforschung.

Kontakt: Prof. Dr. Anke Lindmeier, Didaktik der Mathematik, Olshausenstr. 62, 24118 Kiel, E-Mail: lindmeier@ipn.uni-kiel.de, Tel. +49 (0)431 880-3109.

Das Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein ist eine nachgeordnete Einrichtung des Ministeriums für Schule und Berufsbildung des Landes Schleswig-Holstein und für die Aus-, Fort- und Weiterbildung der Lehrkräfte zuständig sowie für die Themenfelder Schulentwicklung und IT-Medien.

Kontakt: Petra Haars (Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit), Schreberweg 5, 24119 Kronshagen, Tel.: 0431/5403-103, Fax: 0431/5403-200, E-Mail: pressestelle@iqsh.landsh.de, http://iqsh.schleswig-holstein.de, oder Koordinierungsstelle Masterstudiengang im IQSH, Birgit Hänisch, Tel. 0431/5403-107, E-Mail: birgit.haenisch@iqsh.landsh.de.

 

Bild-Untertitel: 
Studierende des neuen Master-Studiengangs ©IQSH