DZLM zur IQB-Studie der Kultusministerkonferenz: Kompetenzniveaus der Schüler in der Mathematik hängen von gut aus- und fortgebildeten Lehrkräften ab

Berlin. Die Kultusministerkonferenz (KMK) hat am 11. Oktober eine neue Ländervergleichs-Studie desInstituts zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB) vorgestellt. Die Studie gibt unter anderem Auskunft über das Kompetenzniveau der Schülerinnen und Schüler im Fach Mathematik am Ende der Sekundarstufe I. Demnach erreichen bundesweit 44 Prozent aller Schülerinnen und Schüler bereits ein Jahr vor dem angestrebten Abschluss die von der der KMK definierten Bildungsstandards.

Dazu erklärt Prof. Dr. Jürg Kramer, Mathematiker an der Berliner Humboldt-Universität und Direktor des Deutschen Zentrums für Lehrerbildung Mathematik (DZLM): „Die Ergebnisse der IQB-Studie belegen, dass erfolgreiche Wissenserwerbsprozesse von einem klar strukturierten, kognitiv aktivierenden Unterricht abhängen, der von gut ausgebildeten Lehrkräften professionell gestaltet wird.“

Tatsächlich lassen die Ergebnisse des Ländervergleichs insgesamt diesen Schluss zu. Sie zeigen beispielsweise auf, dass dort, wo ein hoher Prozentsatz an Lehrkräften fachfremd Mathematik unterrichtet, dies in der Regel mit einem deutlichen Leistungsnachteil der Schülerinnen und Schüler verbunden ist. An Gymnasien geben im Schnitt weniger als fünf Prozent der Lehrerinnen und Lehrer an, nicht professionell für das Fach ausgebildet und qualifiziert zu sein. An den anderen Schularten sind dies, je nach Bundesland, jedoch bis zu 36 Prozent.

 „Deshalb ist es aus Sicht des DZLM wichtig, dass die Bundesländer ihre Anstrengungen in der Aus- und Fortbildung von Lehrkräften gezielt verstärken, insbesondere bei der Implementation der Bildungsstandards“, betont Jürg Kramer. Das DZLM regt zudem an, den Zusammenhang zwischen der Teilnahme an Fortbildungen und den Leistungen der Schülerinnen und Schüler intensiver als bislang zu untersuchen – indem auch Umfang und Qualität der Fortbildungen berücksichtigt werden.

DZLM- Direktor Jürg Kramer zum Thema im rbb-Fernsehen (rbb aktuell, 11.10.2013)

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