Lehrerfortbildung im Netzwerk – PriMakom bekommt Auszeichnung vom „Land der Ideen”

Im Mai 2016 wurde die DZLM-Selbstlernplattform PriMakom als eines von 100 Projekten als „Ausgezeichneter Ort im Land der Ideen“ ausgewählt, nun fand am 22. August 2016 die Preisverleihung an einer der Projektschulen des Netzwerks statt, der Libellen-Grundschule in Dortmund.

Thema des diesjährigen Wettbewerbs, der von der Initiative „Land der Ideen“ und der Deutschen Bank ausgelobt wird, ist „Nachbar schafft Innovation“ und so spielt auch bei PriMakom ein starkes Netzwerk unterschiedlicher Institutionen eine wichtige Rolle, die gemeinsam den Mathematikunterricht in der Grundschule weiterentwickeln wollen. Rund 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus der Schul- und Fortbildungspraxis, von den drei Universitäten TU Dortmund, HU Berlin und TU Braunschweig sowie der Stadt Dortmund kamen zur Preisverleihung zusammen.

Besserer Mathematikunterricht durch Kooperation

In Ihren Grußworten lobten Daniela Schneckenburger, Stadträtin der Stadt Dortmund, Barbara Welzel, Prorektorin der TU Dortmund und Dietmar Schnelle von der Projektförderin, der Deutsche Telekom Stiftung, dann auch die gute und enge Kooperation dieser verschiedenen Expertinnen und Experten, die die Qualität der innovativen Selbstlernplattform sichert.

Die Projektkoordinatoren Elena Zannetin und Roland Rink zeigten im Anschluss, dass PriMakom nicht nur eine Materialplattform ist – speziell auch für fachfremd Unterrichtende – sondern ein multimediales Fortbildungsangebot, das durch konkrete Gestaltungsanregungen dabei hilft, den eigenen Mathematikunterricht selbständig weiterzuentwickeln und über die Konzepte zu reflektieren, die dem zu Grunde liegen. Die Laudatoren Uli Quaas (Land der Ideen) und Klaus Ullrich (Deutsche Bank) überreichten dem Team um Christoph Selter den Pokal und die von Bundespräsident Joachim Gauck unterzeichnete Urkunde und lobten den Elan des PriMakom-Teams, das an Stelle von „Man müsste mal“-Parolen in sehr kurzer Zeit eine fundierte, gut strukturierte und vor allem motivierende Plattform aufgebaut hat.

In einer abschließenden Gesprächsrunde zum Thema guter Mathematikunterricht kamen bei Schulleiterin Christiane Mika, Projektmitarbeiterin Luise Eichholz und Mathematikdikaktiker Bernd Wollring unter anderem Wünsche nach mehr Zeit für komplexere Kooperationsformen unter den Lehrpersonen im Schulalltag auf – und die Vision, dass irgendwann aus dem koketten „Mathematik, da war ich immer schlecht drin“ ein „Mathematik macht Spaß“ wird.

Besonders wichtig sei nach der Phase des Konzipierens und Initiierens einer solchen Plattform das Verbreiten und Weiterentwickeln des Angebots – und dabei ein langer Atem. Von der Auszeichnung erhoffen sich die Beteiligten dabei eine höhere Aufmerksamkeit. Im September findet dann die öffentliche Online-Abstimmung zum besten Preisträgerprojekt des Wettbewerbs statt.