Anmeldung "Mathe inklusiv mit PIKAS"-Tagung 2020


 

Über dieses Formular können Sie sich verbindlich zur "Mathe inklusiv mit PIKAS"-Tagung am 18.03.2020 in Dortmund anmelden. Sie erhalten nach dem Absenden des Formulars eine E-Mail als Bestätigung Ihrer Anmeldung für die Veranstaltung, schriftliche Unterlagen werden nicht versendet.

(Zurück zur Tagungsseite)

 

 

Rechtlicher Hinweis:

Im Rahmen dieser Veranstaltung werden Fotos sowie evtl. Ton- und Filmaufnahmen gemacht, auf denen die Teilnehmenden ggf. erkennbar sind. Als Teilnehmende dieser Veranstaltung erklären Sie sich unwiderruflich mit der unentgeltlichen, unbeschränkten Nutzung dieser Fotos und Aufnahmen im Rahmen der Berichterstattung über die Veranstaltung und das DZLM einverstanden, in allen gegenwärtigen wie auch zukünftigen Medien, insbesondere durch Vervielfältigung und Verbreitung sowie öffentlichen Zugänglichmachung im Internet einschließlich der Sozialen Medien.

 

 

Pflichtfelder sind mit * gekennzeichnet.

Erscheint auf dem Namensschild unter Ihrem Namen und ist in erster Linie für die anderen Teilnehmer*innen interessant. Ergänzende Angaben zu Stadt oder Bundesland sind ebenfalls möglich.

 

Workshops

 

Hinweis: Fast alle Workshops (bis auf WS 06 und WS 22) finden jeweils vormittags und nachmittags statt. Beispielsweise ist WS 12 die Wiederholung von WS 01. Die Teilnehmendenzahl pro Workshop ist begrenzt. Ausgebuchte Workshops werden aus der Auswahl genommen.

 

Workshop-Abstracts

 

In einem modernen Mathematikunterricht sollen die Kinder bekanntlich individuelle Rechenwege erkunden, darstellen und erläutern und zu tragfähigen Rechenstrategien differenziert ausbauen. Wie aber kann dies im inklusiven Mathematikunterricht gelingen, ohne Individualisierung und Differenzierung mit einer Isolierung von Lernprozessen zu verwechseln?

Im Workshop wird beispielhaft erkundet, wie Kinder operatives Verständnis auf unterschiedlich komplexe Weise an strukturell ähnlichen Aufgabenstellungen und unter Einbindung prozessbezogener Kompetenzen entwickeln können.

 

 

Im Unterricht der Grundschule stellt die Entwicklung von individuellen Rechenstrategien und das Rechnen auf eigenen Wegen einen Schwerpunkt dar. Doch wie können Kinder bei der Entwicklung tragfähiger Rechenwege unterstützt und wie kann so ein nachhaltiges Mathematiklernen gesichert werden? Am Beispiel der „halbschriftlichen“ Subtraktion wird zunächst vorgestellt, welche Strategien Kinder nutzen, wie flexibel sie diese einsetzen und welche Schwierigkeiten auftreten können.

Der Schwerpunkt des Workshops liegt auf der Vorbereitung und Planung inklusiven Unterrichts. Anhand von konkreten Aufgabenstellungen wird aufgezeigt, wie durch die Adaption einer zentralen Aufgabenstellung gemeinsame und individuell-differenzierte Lernziele erreicht werden können.

 

 

Wie können bei der Planung und Durchführung von inklusivem Mathematikunterricht neben den inhalts- und prozessbezogenen auch entwicklungsbezogene Kompetenzen verfolgt werden? Dazu werden in dem Workshop allgemeine Förderschwerpunkt übergreifende Planungshilfen aufgezeigt, die insbesondere den individuellen, unterstützenden sowie den fördernden Blick einnehmen. Unter Einbezug verschiedener Förderschwerpunkte werden diese mit Beispielen aus der Praxis konkretisiert.

Ein weiterer Fokus liegt darauf, welche immanenten Möglichkeiten das Fach Mathematik bietet, um den fachlichen mit dem sonderpädagogischen Blick zu verbinden. Einbezogen werden sowohl theoretische Annahmen gelingenden inklusiven Mathematikunterrichts als auch praktische Erfahrungen der Workshopteilnehmerinnen und -teilnehmer.

 

 

Im Workshop werden Unterrichtsanregungen diskutiert, mit denen die Lernenden ein tragfähiges Verständnis von Rechenoperationen aufbauen können. Denn erstens hat sich gezeigt, dass ein nicht-tragfähiges Operationsverständnis häufig bei denjenigen Lernenden zu beobachten ist, die Schwierigkeiten in Mathematik haben. Und zweitens wird ein tragfähiges Operationsverständnis immer wieder im weiterführenden Mathematikunterricht benötigt: Ein Kind, das über keine Vorstellungen von 3 · 5 verfügt, wird mit hoher Wahrscheinlichkeit auch keine Vorstellungen von 1,5 · 2,5 oder von 3/2 · 5/2 oder allgemein von a · b entwickeln können.

 

 

Der Aufbau tragfähiger Zahlvorstellungen bis hin zur Entwicklung eines dezimalen Stellenwertverständnisses in höheren Zahlenräumen ist eines der zentralen Aufgaben des Mathematikunterrichts der Grundschule. Doch was müssen Kinder eigentlich lernen, damit von ‚tragfähigen‘ Vorstellungen gesprochen werden kann? Und wie kann es gelingen, dass Kinder trotz teils sehr hoher Leistungsunterschiede an einem gemeinsamen Gegenstand arbeiten können? Dazu liefert der Workshop einige fachdidaktische Einblicke.

Ziel des Workshops wird es sein, ausgehend von einer Basisaufgabe zum genannten Themenschwerpunkt ein Lernen am gemeinsamen Gegenstand vom Fach aus zu initiieren, welches neben gemeinsamen Lernphasen auch die individuelle Förderung und Forderung nicht außer Acht lässt.

 

 

Zwanzig Prozent der Jugendlichen zeigen am Ende der Regelschulzeit gravierende Schwierigkeiten im Fach Mathematik, die häufig aus fehlenden Verstehensgrundlagen im Bereich der mathematischen Basiskompetenzen resultieren. Folglich kommt der gezielten Förderung matheschwacher Lernender bereits in der Grundschule eine zentrale Bedeutung zu.

Um Lehrpersonen bei dieser bedeutsamen Aufgabe zu unterstützen, werden im Projekt „Mathe sicher können Grundschule“ Diagnose- und Fördermaterialien für die materialgestützte Arbeit in Kleingruppen entwickelt, in Grundschulnetzwerken erprobt und implementiert. Der Workshop stellt die Prinzipien und Leitideen des Projekts vor und gibt am Beispiel des Themas Multiplikation anschauliche Einblicke in die neuen Materialien für die Grundschule.

 

 

Die Heterogenität in den Klassen nimmt immer mehr zu und stellt eine große Herausforderung an die Lehrpersonen dar. Im Workshop wird ausgehend von einem Lerngegenstand vernetzt dargestellt, wie durch Aufgabenadaption bei allen Kindern mit Hilfe von sprachbildendem Unterricht auch die prozessbezogenen Kompetenzen gefördert werden können. Diese beispielhaften Ausführungen werden anschließend von den Teilnehmenden auf einen selbstgewählten Lerngegenstand übertragen.

 

 

Es gibt immer wieder Kinder, die sich mit deutlich komplexen Aufgabenformaten beschäftigen können und möchten. Nach einer thematischen Einführung bekommen die Teilnehmenden Gelegenheit, Aufgabenformate zur Förderung mathematisch begabter Kinder kennenzulernen, zu diskutieren und auszuprobieren.

Im Rahmen des Workshops werden ferner viele Quellenhinweise für entsprechendes Aufgabenmaterial angeboten. Ein schulpraktisches Beispiel zur Integration der Mathematik der fünften Klasse soll ebenso vorgestellt werden, wie Ideen zur Erweiterung der Differenzierung bekannter Aufgabenformate „nach oben“. Im letzten Teil wird eine Sammlung von Spielen und passenden Apps für besonders mathematisch interessierte Schülerinnen und Schüler vorgestellt.

 

 

Rechengeschichten können einen wichtigen Beitrag dazu leisten, grundlegende inhalts- und prozessbezogene Kompetenzen zu fördern und zwar nicht nur im Anfangsunterricht, sondern während der gesamten Grundschulzeit und darüber hinaus. Ziel des Workshops ist es aufzuzeigen, dass sich Rechengeschichten, obwohl sie aufgrund der (schrift-)sprachlichen Anforderungen ein anspruchsvolles Aufgabenformat darstellen, sinnvoll im inklusiven Mathematikunterricht nutzen lassen.

Anhand praktischer Beispiele wird aufgezeigt, dass Rechengeschichten reichhaltige Möglichkeiten für mathematische Aktivitäten auf unterschiedlichen Anforderungsniveaus und in unterschiedlichen Lernsettings bieten, sich flexibel nutzen lassen und an die speziellen Gegebenheiten einer Lerngruppe angepasst werden können.

 

 

Obwohl Arbeitsmittel grundsätzlich als bedeutsam für das Rechnenlernen angesehen werden, ist ihr Einsatz im Mathematikunterricht nicht selten mit erheblichen Schwierigkeiten verbunden. Einerseits gilt es grundsätzlich, eine Bereitschaft für das Arbeiten mit dem Material, gerade bei rechenschwachen Schülerinnen und Schülern, zu wecken. Andererseits reicht die bloße Verwendung von Arbeitsmitteln nicht aus. Es muss vielmehr darum gehen, die Schülerinnen und Schüler zum einen beim sinnvollen Umgang mit den Materialien und zum anderen bei der anschließenden Ablösung von der Materialhandlung zu unterstützen.

Im Workshop werden praxiserprobte Förderansätze u. a. anhand von Beispielen aus der Arbeit der Beratungsstelle für Kinder mit Rechenschwierigkeiten an der Universität Bielefeld vorgestellt.

 

 

Vor dem Hintergrund der großen Heterogenität der Schülerschaft an Grundschulen stellt sich für die Lehrkraft die Frage, wie auf effektive Weise individuelle Förderung im Klassenunterricht realisiert werden kann. Eine Planung von Förderung sollte auf diagnostischen Aussagen basieren, welche die Lehrperson mit verschiedenen Methoden treffen kann.

Am Beispiel der Einführung der Multiplikation wird ein praktisches Beispiel für eine Standortbestimmung vorgestellt. Um darauf aufbauend Lernende mit heterogenen Lernvoraussetzungen effektiv fördern zu können, ermöglicht die Anwendung von verschiedenen Adaptionswegen die individuelle Förderung aller Lernenden. Im Rahmen des Workshops werden die verschiedenen Adaptionsmöglichkeiten auch für Lernende mit größeren Herausforderungen im mathematischen Lernen von den Teilnehmenden diskutiert.