Jahrestagung 2017 | Tag des Mathematikunterrichts im Saarland

Über 100 Teilnehmende aus Schulpraxis, Wissenschaft und Bildungsadministration kamen am 23. September 2017 aus 10 Bundesländern nach Saarbrücken, um sich über die Weiterentwicklung des Mathematikunterrichts auszutauschen.

Nach einführenden Worten von Tagungsleiter und DZLM-Mitglied Anselm Lambert sowie DZLM-Direktor Jürg Kramer begrüßte Saarlands Minister für Bildung und Kultur Ulrich Commerçon die Teilnehmenden mit einem Wunsch: Es sollte nicht mehr schick sein, Mathe nicht zu können. Dabei lobte er die gute Zusammenarbeit zwischen Mathematikdidaktik und Bildungsadministration und den Digitalpakt als Chance für den Mathematikunterricht.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Digitale Werkzeuge unterstützen die Begriffsbildung

Wie digitale Medien im Mathematikunterricht sinnvoll eingesetzt werden können und worüber man dabei nachdenken sollte, zeigten die Hauptvortragenden Bärbel Barzel und Ulrich Kortenkamp mit einem Blick zurück und nach vorn. "Der Computer zwingt uns zum Nachdenken über Dinge, über die wir auch ohne Computer längst hätten nachdenken müssen." Mit diesem Zitat von Hans Schupp, das nun schon fast ein Vierteljahrhundert alt ist, unterstrich Barzel ihre Überzeugung: "Digitale Werkzeuge unterstützen die Begriffsbildung". Ulrich Kortenkamp erinnerte daran, dass schon 1962 ein interaktives Geometrieprogramm am MIT entwickelt wurde – und wagte auch einen Blick in die Zukunft, zum Beispiel wenn SchülerInnen Kurven "tanzen", deren Richtigkeit der Computer erkennt.

Einen Mitschnitt des Vortrags findet man hier, weitere Materialien und Angebote zu digitalen Werkzeugen im Matheunterricht unter www.dzlm.de/fokusthemen.

 

 

 

 

 

 

 

 

12 Workshops zu aktuellen Themen im Mathematikunterricht

In zwei Workshoprunden jeweils für Grundschule und Sekundarbereich tauschten sich Teilnehmende und Referent*innen dann darüber aus, wie der Mathematikunterricht weiterentwickelt werden kann, auch im Hinblick auf neue Herausforderungen und Möglichkeiten. So ging es zum Beispiel darum, Aufgaben für heterogene Gruppen zu adaptieren, digitale Medien einzusetzen, Sprachbildung speziell für das Fach Mathematik zu nutzen und Werkzeuge wie das Geobrett kennenzulernen. Viele der Workshops arbeiteten mit Fortbildungsmaterialien, die das DZLM seit kurzem kostenlos auf folgenden Seiten zur Verfügung stellt: www.dzlm.de/fokusthemen

 

 

 

 

 

 

 

 

Abgerundet wurde die 6. Jahrestagung des DZLM bzw. der 7. Tag des Mathematikunterrichts wieder traditionell mit einem "Abschiedsgeschenk": der Mathematiker und Jongleur Klaus Schindler von der Universität des Saarlandes präsentierte mit spektakulären Fallbeispielen die mathematische Theorie der Jonglage – und zeigte, wie die Artistik sich mit deren Hilfe deutlich weiterentwickeln konnte.

Jetzt schon vormerken: Die nächste DZLM-Jahrestagung findet am 22.09.2018 in Dortmund statt.

Fotos: Iris Maurer für das DZLM