Mathe inklusiv mit PIKAS-Tagung 2021
DZLM

Wir möchten Sie herzlich zur "Mathe inklusiv mit PIKAS"-Tagung 2021 einladen. Die Tagung wird dieses Jahr online stattfinden, am 17.04.2021 und am 24.04.2021. An beiden Tagen wird es jeweils zwei Vorträge geben, die Einblicke in die Arbeit des Projekts geben.

 

Das Projekt "Mathematik inklusiv mit PIKAS“ wurde im Jahre 2015 an der TU Dortmund auf Initiative und mit Unterstützung des Schulministeriums NRW gestartet. Die primäre Zielsetzung des Projektes besteht darin, Lehrkräfte der Primarstufe bei der Planung, Durchführung und Reflexion inklusiven Mathematikunterrichts zu unterstützen. Zu diesem Zweck wurden bislang einige grundlegende Unterrichtsmaterialien entwickelt, Informationstexte verfasst und gleichermaßen mathematikdidaktisch wie auch sonderpädagogisch fundierte Konzeptionen entworfen.

Die Unterrichtsmaterialien können zwar direkt im Unterricht eingesetzt werden, haben aber vor allem exemplarischen Charakter: Durch die beispielhaften Konkretisierungen soll eine Sensibilisierung für die Grundzüge guten inklusiven Mathematikunterrichts erreicht und ein Einblick in die verschiedenen Unterstützungsbedarfe gegeben werden. Da die Webseite fortwährend weiterentwickelt wird, werden die bereits bestehenden Angebote an Hintergrundinformationen und -texten sowie an Materialien und Ideen für den Unterricht weiterhin kontinuierlich ausgebaut und ergänzt.

 

Unsere diesjährige "Mathe inklusiv mit PIKAS“-Tagung richtet sich nicht nur an Multiplikatorinnen und Multiplikatoren, sondern ganz besonders auch an Lehrkräfte. Deswegen geben wir ganz konkrete Einblicke in die erarbeiteten Konzeptionen und Materialien, damit beides möglichst sinnvoll in den Unterricht integriert werden kann.

 

Wir würden uns sehr freuen, Sie bei unserer Veranstaltung begrüßen zu dürfen.

 

 

Teilnahmebescheinigungen

Aus organisatorischen Gründen können Teilnahmebescheinigungen leider nicht ausgegeben werden.

 

Anmeldefristen

Die Anmeldung wird jeweils am Mittwoch vor der Veranstaltung geschlossen und ist danach nur noch in Ausnahmefällen möglich.

 

Probleme

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17.04.2021

(Samstag)

10:00–11:00 Uhr

 

Vom 1. bis zum 4. SJ: Die Subtraktion differenziert verstehen und nutzen lernen. Unterrichtsinhalte mit Mathe inklusiv

Marcus Nührenbörger, Cordula Schülke, Axel Schulz

Anmeldung geschlossen
 

Für alle Lernenden in der Grundschule sind der Aufbau von Grundvorstellungen zur Subtraktion und die Entwicklung von tragfähigen Lösungswegen, aber auch das Erkunden schriftlicher Verfahren zur Lösung von Subtraktionsaufgaben wichtige Ziele des Mathematikunterrichts. Im Vortrag wird anhand von konkreten Beispielen aus den vier Grundschuljahren aufgezeigt, wie diese Lernziele im Gemeinsamen Lernen mit allen Schüler*innen verständnisorientiert in den Blick genommen werden können. Hierzu werden Basisaufgaben vorgestellt, die differenzierende Zugänge zum gemeinsamen Lerngegenstand bereithalten. Auf diese Weise kann einer Vereinzelung der Lernprozesse entgegengewirkt werden und gleichzeitig können individuelle Lernprozesse mit fachlich gebundenen sozialen Aushandlungsprozessen verknüpft werden.


17.04.2021

(Samstag)

11:15–12:15 Uhr

 

Mathematikunterricht inklusiv – Beispiele in den Förderschwerpunkten Sehen und Hören und Kommunikation

Anna Köster, Franz B. Wember

Anmeldung geschlossen
 

Nach einem kurzen Überblick über die aktuelle Entwicklung neuer Internetangebote in der Rubrik Förderschwerpunkte werden exemplarische Beispiele aus den Förderschwerpunkten Sehen und Hören und Kommunikation vorgestellt. Aktivitäten, welche die Unterrichtssituation von Kindern und Jugendlichen mit Funktionseinschränkungen in der online-Präsentation simulieren sollen, können hoffentlich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in die Lage versetzen, die Projektangebote nicht nur aus Sicht der Lehrperson zu beurteilen, sondern auch die Perspektive der Lernenden einfühlsam einzunehmen.


24.04.2021

(Samstag)

10:00–11:00 Uhr

 

Mit- und voneinander Lernen – den gemeinsamen Austausch in heterogenen Lerngruppen anregen

Martin Höhler, Annica Baiker, Christoph Selter

Mathematisches Wissen entwickelt sich vor allem dann, wenn die Lernenden in Interaktion mit ihren Mitschüler*innen über deren Lösungswege treten und dabei ihre Ideen und Entdeckungen einbringen können. Im inklusiven Mathematikunterricht kann das mit- und voneinander Lernen jedoch durch unterschiedliche Lernvoraussetzungen und zu stark individualisierte Lernangebote erschwert werden – obwohl gerade dort der Austausch über die potenziell vielfältigen Herangehensweisen und Ergebnisse anderer zahlreiche Lernanlässe bieten kann.

Im Vortrag werden Anregungen zur Förderung der für gelingenden Austausch wesentlichen prozessbezogenen Kompetenzen sowie Unterstützungsmaßnahmen, Aufgabenbeispiele und Hinweise zur Umsetzung im Unterricht vorgestellt.


24.04.2021

(Samstag)

11:15–12:15 Uhr

 

Inklusiver Mathematikunterricht für den Förderschwerpunkt geistige Entwicklung

Christoph Ratz

„Das Kind da abholen wo es steht“ ist wohl eine der bekanntesten pädagogischen Weisheiten. Und doch formuliert sie eine entscheidende Anforderung für das Gelingen von inklusivem Mathematikunterricht für Kinder mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung (FgE).

Im ersten Schritt werden die Situation und die Bedarfe von Kindern mit dem FgE analysiert. Wo stehen sie? Wie groß ist die Bandbreite? Auf was muss ich mich als Lehrkraft einstellen, wenn ein Kind mit dem FgE meine inklusive Klasse besucht? Dabei geht der Blick notwendigerweise auch über die mathematischen Fähigkeiten im engeren Sinne hinaus. Und wie „hole ich sie ab“? Der zweite Teil des Vortrags skizziert ein Modell inklusiven Mathematikunterrichts, der die besondere Situation von Kindern mit dem FgE berücksichtigt.

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