Digitales Präsenz- und Distanzlernen im Fach


Qualitätsgeprüfte Konzepte für Unterricht und Fortbildung

Während der Corona-Pandemie ist der Einsatz digitaler Medien im Unterricht eine wichtige Gelingensbedingungen für Unterricht in der Schule genauso wie für Unterricht aus der Ferne. Da die Inhalte des Denkens im Fach liegen und die Art der geistigen Auseinandersetzung bestimmen, ist es von zentraler Bedeutung, den Einsatz digitaler Medien immer eng mit fachdidaktischen Aspekten und Leitideen zu verknüpfen, um kognitiv aktivierende und lernförderliche Angebote im digitalen Raum zu realisieren.

 

Aktuelle Empfehlungen der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina

Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina empfiehlt in ihrer aktuellen Stellungnahme Coronavirus-Pandemie: Für ein krisenresistentes Bildungssystem verschiedene Unterstützungsangebote für Lehrkräfte zum digitalen Lernen durch Open Educational Ressources (OER)-Plattformen mit qualitätsgeprüften Materialien und Informationen sowie durch hochwertige und langfristig angelegte medien- und fachdidaktische Fortbildungskonzepte.

 

Zur Verknüpfung von fachdidaktischen Inhalten und dem Einsatz digitaler Medien hat das DZLM verschiedene Unterstützungsangebote für Mathematiklehrkräfte auf Basis aktueller Forschungserkenntnisse für Unterricht und Fortbildung entwickelt und beforscht entsprechende neue Fortbildungskonzepte. Unsere Angebote sind in einem Überblicksartikel und einem aktuellen Spotlight auf der DZLM-Webseite zusammengefasst.

 

Drei DZLM-Unterstützungsangebote

  • PIKAS Digi | Zur materialen Unterstützung hat das DZLM u.a. im letzten Herbst die Plattform PIKAS Digi für die Primarstufe veröffentlicht, die auch einen Überblick über geeignete Software und fachdidaktische Kriterien zu deren Auswahl umfasst, wie es auch die Leopoldina systematisch für alle Fächer empfiehlt.

 

 

  • Fortbildungsreihe DigMa | Bei der personalen Unterstützung durch Fortbildungen hat das DZLM insbesondere bei seiner Fortbildungsreihe DigMa den Einsatz digitaler Medien immer in Verbindung zur kognitiven Aktivierung gedacht und den mathematischen Gegenstand konsequent im Mittelpunkt gehalten.

 

Kay Herschelmann

 

  • Konzipierung von Qualifizierungsprojekten für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren | Das DZLM implementiert Fortbildungsprojekte für Lehrkräfte und Qualifizierungsprojekte mit Fortbildenden immer in Kooperation und in engem Austausch mit der Fortbildungspraxis bspw. an Landesinstituten. Neue Kooperationen zwischen Forschungs- und Fortbildungsinstitutionen sind eine aktuelle Empfehlung der Leopoldina für das digitale Lernen.  

 

Weitere Informationen zu DZLM Qualifizierungen

 

 

Ein Blick nach vorn

Die Entwicklung intelligenter digitaler Tutorensysteme, die Schülerinnen und Schüler zielgerichtet im Lernprozess aktiv unterstützen können, wird beim Distanzlernen, aber auch als Unterstützung im Präsenzunterricht zunehmend eine wichtige Rolle spielen. Ein erster Schritt hin zu solchen intelligenten digitalen Systemen ist bspw. das australische SMART-Diagnosetool, das in Antworten von Schülerinnen und Schülern Muster entdeckt, die auf Fehlvorstellungen hinweisen und diese an die Lehrkraft zurückmeldet. Die Lehrkraft ist so in der Lage, Fehlvorstellungen zielgerichtet zu besprechen und ein Weiterarbeiten individuell zu unterstützen.